Historische Bögen

DSC_9697Meine Frau Johanna, und ich bauen Bögen für die frühen Streichinstrumente. Mit Johannas Können als Musikerin auf der Gambe und dem Cello, und ihrem handwerklichen Geschick, und meiner mehr als 15 Jährigen Erfahrung im Bogenbau, versuchen wir Bögen für die verschiedenen Perioden der Musik zu Bauen, die historisch korrekt sind und somit helfen Spieltechnik und Klang der jeweiligen Zeit und Region hervor zu bringen. Vom Bogenmodell abhängig verwenden wir verschiedenste Hölzer für Stange und Frosch. Die Vorlagen stammen von Originalen Bögen und ikonografischen Darstellungen. „Historische Bögen“ weiterlesen

Saiten

DSC_0026Gemeinsam mit Mathis Schulze, der mit mir zusammen die Schulbank gedrückt hat, und Raschid in Marokko stellen wir Darmsaiten für die frühen Streichinstrumente her. 2006 hat meine Mutter von einer Urlaubsreise Darmsaiten aus Marokko mitgebracht. Sie entdeckte sie auf dem Gimbri, ein traditionelles Zupfinstrument der Gnawa. Seit dem bin ich jährlich dort und arbeite mit Raschid zusammen. Als 2011 dann Mathis dazu kam wurde aus dem Hobby ein Beruf. „Saiten“ weiterlesen

Renaissance Gambe

vihuela 10Dies ist ein Versuch eine „vihuela de arco“ ins Leben zu rufen.
Inspiriert von den beiden erhaltenen „vihuela de mano“ und frühen Abbildungen von Renaissancegamben ist dieses Streichinstrument entstanden.
Der Boden ist aus Eschenholzspänen gewölbt, die Zargen und der Hals aus Elsbeere, Griffbrett aus Stechpalme mit einem Lindenholzkern, Decke aus Fichte geschnitzt mit einer stehen gelassener Mittelrippe, und die Schnecke wieder aus Esche. „Renaissance Gambe“ weiterlesen

Reisebericht

Auszug eines Reiseberichtes von Niklas. Marokko Februar 2013

(unterwegs mit Raschid, unserem Saitenmacher)

Niklas und ValleMittwoch 27.2. …Oliven, Peperoni, Zwiebeln, Zitrone und Coca Cola und ich will den Vormittag schildern, während die Fische in der Pfanne bruzzeln. Raschid also holte uns in der Früh ab, es war stockfinster, kalt und menschenleer. Wir warteten auf den Bus, in dem es noch kälter war als draußen, weil innen alles mit viel Wasser gesäubert worden war. Mit uns stiegen vielleicht zwölf Männer ein, ganz vermummt fuhren wir in die Nacht, es zog ganz fürchterlich, die Bustüren schlossen nicht richtig. Nach vielleicht 20 Kilometern waren wir am Ziel unserer Reise. Zum Suk als Markt von Idongait (oder so ähnlich). Während eines Markttages wird dort im Schlachthaus geschlachtet… Als wir dort ankamen machte er uns in einer winzigen kleinen Hütte einen Tee, aber es war deutlich, dass er es eilig hatte, obwohl kaum jemand zu sehen war. Als wir dann aber in das Schlachthaus kamen waren die Schlachter mit Lampen, die sie um die Stirn befestigt hatten schon heftig an der Arbeit. Ein gespenstisches Bild. Die Ziegen wurden an den Füßen gefesselt mit dem Rücken nach unten von den Besitzern herein getragen, der Schlächter schnitt ihnen die Kehle durch, legte sie auf den Boden bis sie sich nicht mehr bewegten. Dann wurde das Fell an den Hinterläufen aufgeschnitten, mit den Zähnen eine Sehne herausgeholt und an dieser auf einen Haken gehängt. Mit Messern und den Händen wurden dem Zicklein langsam Stück für Stück das Fell über die Ohren gezogen, der Bauch wurde aufgeschnitten, der Magen entfernt und wenn dann die Innereien zum Vorschein kamen, konnte Rashid in Aktion treten und den Darm herausholen. Bis seine Plastiktonne voll war dauerte es über vier Stunden und viele Zicklein hatten ihr Leben gelassen. Valentin und ich spazierten derweil über den riesigen Markt, staunten über die vielen Esel, die rundherum angepflockt standen… Ausschnitte des Reiseberichtes von Niklas.

aktuelle Veranstaltungen

Hier finden Sie Hinweise über aktuelle Veranstaltungen im Saitenraum von Pure Corde und meiner Werkstatt.

 

Die Schäferei Hullerbusch kommt am 17.12.2016 ab 17 Uhr wieder in unsere Werkstatt um ihre Weihnachslämmer zu verkaufen!

Leider war ich zu spät, und der Termin der Vorbestellungen ist schon vergangen. Es gibt aber Wurst, Felle und Socken der Schäferei.

http://schaeferei-hullerbusch.de/

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Musiker mit meinen Instrumenten

Instrumente

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Niklas Trüstedt, Gambist in Berlin. Mein Gambenlehrer. Er spielt eine Bassgambe nach Joachim Tielke, 2005 gebaut.

Meine Frau Johanna Oelmüller Rasch, Cellistin & Gambistin in Potsdam. Sie spielt Eine Bassgambe nach Bertrand und ein Basse de Violon (Violone) nach da Salo, 2014 gebaut.
www.johanna-rasch.com

Sarah Perl, Gambistin in Berlin.
Meine Consort Lehrerin. Sarah und ich sind mit unseren Berufen zusammen groß geworden. Sie spielt eine Bassgambe nach Michel Colichon, 2008 gebaut, ein Violone in D nach Wenger, eine Diskantgambe nach Bertrand und eine 6-Saitige Bassgambe.
www.ensemble-wunderkammer.com

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Merkur

Kopf schrägBei dieser 7-saitigen Bassgambe habe ich verschiedene Stilrichtungen miteinander vermischt. Der Wunsch war eine französische Bassgambe mit Verzierungen in der Manier von Tielke mit einem Hermes Kopf.
Da ich vor einiger Zeit die Bertrand Gambe von Paolo Pandolfo vermessen durfte, und diese von der Größe her passte, wurde sie zum Vorbild. Den Merkur gibt es bei Tielke. Und die Verzierungen von Griffbrett und Saitenhalter sind auch im Übermaß bei Tielke zu finden. Für die Umrandung des Corpus und die Rankenmuster auf Griffbrett und Saitenhalter haben wir uns für Elfenbein entschieden. „Merkur“ weiterlesen

Vergleich von Gambe und Violoncell durch le Blanc

le blancHubert le Blanc, Jurist und Liebhaber der Gambe, beobachtet in seinem 1740 erschienenen Werk „VERTEIDIGUNG DER VIOLA DA GAMBA gegen die Angriffe der VIOLINE und die Anmaßung des VIOLONCELLS“ das Ende der Gambenmusik in Frankreich.

Zur Verteidigung ihrer Rechte“ beschreibt er die Vorzüge der Gambe gegenüber die der Instrumente der Geigenfamilie. Durch seine Vergleiche der Gambe zum Cello oder auch der Geige gibt er uns Aufschluss über die Gepflogenheiten von Komposition, Spieltechnik und Instrumentenbau, in Frankreich in den 1730er Jahren. „Vergleich von Gambe und Violoncell durch le Blanc“ weiterlesen