Inmitten der seenreichen Havelniederung südwestlich Berlins liegt ein Ort, dessen Stadtbild wie kein zweites von den Brandenburger Kurfürsten und späteren preußischen Königen geprägt wurde. „Daz gantze eyland muß ein paradeys werden…“

Nicht weniger als dies waren die hochgesteckten Ziele aus dem Jahre 1664, welche eine über zweieinhalb Jahrhunderte fortwährende Bautätigkeit und Entwicklung einleiten sollten - die ganz nebenbei aus einem kleinen unbedeutenden Fischerstädtchen die prachtvolle barocke Residenzstadt „Potsdam“ werden ließ.

Potsdam wurde im 18.Jh eines der Machtzentren Europas. In gleichem Maße aber sollte es auch „schön grün“ sein - wollte man doch in den Sommermonaten dem standesgemäßen Zeitvertreib frönen können. Aus diesem emotionalen Antrieb heraus entstand in der Mitte jenes überschwänglichen Jahrhunderts das weltbekannte Rokoko-Schlösschen „Sans, Souci“, welches auch dem herumliegenden Barockgarten den Namen gab.

Mit einer Fläche von 290ha stellt dieser zugleich den ältesten der zahlreichen Schloßparks dar, die in den folgenden Jahrzehnten rund um das historische Stadtzentrum Potsdams entstanden. Nirgendwo an anderer Stelle in Deutschland existieren derartig viele Schlossbauten an einem einzigen Ort, wie in Potsdam.

 

Im 20.Jh sollte dann auch der Stadtteil Babelsberg an Ruhm gewinnen - Fritz Lang lies dort seine Vision von „Metropolis“ wahrhaftig werden und keine geringere als Marlene Dietrich stand in den dortigen Filmstudios als der „blaue Engel“ vor der Kamera.