Bassgamben variieren so stark in der Größe wie kein anderes Streichinstrument. Die Seitenlänge reicht von ca. 64 cm bis 80 cm bei gleicher Stimmung und Saitenzahl, Ein unterschied von gut 15 cm.
Die Anforderungen an die "Bassgambe" sind sehr unterschiedlich, und somit auch ihre Bauart, was Holzverarbeitung, Holzstärken und nicht zuletzt die Saitenstärken betrifft.
Viola da Gamba nach Michel Colichon 1691
Colichon war einer der ersten Gambenbauer, der Bassgamben mit sieben Saiten gebaut hat. Er arbeitete ende des 17. Jahrhunderts in Paris. Das klanideal entsprach dem der Engländer. Der reine strahlende klang der englischen Gamben war gefragt, und somit ihre Bauweise. Die Erfindung der siebten Saite und deren Metallumspinnung veränderte allmählich das Ideal des französischen Klanges in einen wärmeren, dunkleren nicht mehr so strahlenden Klang. Colichon baute in der Manier der Engländer. Seine Decken sind aus gespaltenen gebogenen und erst dann verleimten Brettchen. Und außer dem sehr zierlich ausfallenden Stimmbrettes verwendete er keine weiteren Bodenbalken. Die köpfe, meist männlich, erinnern an die der englischen Gamben.






